Laptop Spenden für Stiftunglife Studenten

Laptop Spenden für Stiftunglife Studenten

9 Tage, 9 Flüge, 2 Bootstrips, 2 Bahnfahrten, 2 Busfahrten, 2 Länder, 4 Laptops, 53 Studenten, 2 Workshops, 2 Schiffe, 1 Schule, 1 Recyclingprojekt und viele PAUL.
So könnte ich meinen Urlaub auf den Philippinen und Myanmar in der letzten Woche kurz beschreiben. Etwas ausführlicher gibt es meine Erlebnisse mit den Projekten von Stiftunglife hier zu lesen:

Meine erster Ausflug auf die Philippinen bestand aus zwei Tagen mit den Studenten aus dem Förderprogramm. Am 1. Tag nahmen 38 der geförderten Studenten am Workshop “Entdecke deinen Dranbleib-Faktor” teil und begaben sich gemeinsam auf die Suche nach ihren persönlichen Stärken aus bereits erfolgreich abgeschlossenen Geschichten. Diese haben sie dann auf zukünftige Projekte übertragen, die ersten Schritte zum Erreichen ihrer Ziele geplant und einen Vertrag mit sich selbst abgeschlossen. Sie waren sehr engagiert dabei, die Geschichten zu hören und wiederzugeben und dann gemeinsam die Erfolgsfaktoren heraus zu arbeiten. Einige der zukünftigen Projekte wurden am Nachmittag im Plenum präsentiert und besprochen…wir sind gespannt auf die Entwicklung dieser Projekte und wie die geplanten Schritte umgesetzt werden.
Am zweiten Tag besuchten Jürgen Gessner und ich gemeinsam mit Leslie einige der Studenten zu Hause bei ihren Familien. Hier zeigte sich vor allem, mit welch’ gutem Gespür und Augenmaß Leslie die Studenten für das Förderprojekt ausgewählt hatte. Alle von uns besuchten Familien lebten in sehr armen Verhältnissen, mit vielen Familienangehörigen auf kleinstem Raum, z.T. waren Elternteile verstorben oder getrennt lebend, und die älteren Geschwister mussten viele Aufgaben im Haushalt übernehmen und nebenbei für die jüngeren Geschwister sorgen. Ohne die Unterstützung von Stiftunglife wäre es für diese begabten jungen Menschen unmöglich, zu studieren. Ohne den Rückhalt in den Familien wäre es allerdings für die Studenten auch nicht möglich ihr Bestes zu geben – diese waren alle sehr stolz auf ihre Kinder und präsentierten uns die gesammelten Erfolgsnachweise ihrer Kinder. Medaillen, Fotos und Urkunden zierten die Wände des Hauptraumes der von uns besuchten Häuser.


Eine sehr gelungene Überraschung für die Studenten waren die vier Laptops, die wir von Spendern erhalten haben und jetzt im neuen Edoovillage “Stiftunglife Students Philippines” übergeben konnten. Zunächst werden die Geräte in Gruppen genutzt, wobei jeweils ein Student die Verantwortung für das Gerät hat.

Nach knapp zwei Tagen fahren wir weiter in Richtung Myanmar.

15 Studenten folgten der Einladung zu meinem “Dranbleib-Workshop” nach Yangon; sieben von ihnen waren bereits im Januar dabei. Sie kamen aus ganz Myanmar, manche zehn Stunden mit dem Bus, weil es ihnen beim ersten Mal so gut gefallen hat und sie weiter lernen wollen. Ein wunderbares Kompliment für mich und eine tolle Bestätigung für meine Arbeit :) Neben dem Storytelling legten wir den Schwerpunkt auf ein Ziel, dass hier alle Studenten haben: die Verbesserung ihrer Englisch Fähigkeiten. Wir erarbeiteten gemeinsam Wege, die sie dabei unterstützen können und jeder schloss einen Vertrag mit sich selbst, um sein Ziel zu erreichen. Einige Studenten starteten bereits den Austausch mit unseren philippinischen Studenten via Facebook, andere nahmen sich vor, zukünftig die News über ihre Hobbies in Englisch zu lesen.

“Wer ist eigentlich Paul?” In den Schulen rund um Bagan sorgt PAUL für sauberes Wasser und trägt damit auch einen Teil dazu bei, die Bildung der Kinder zu ermöglichen, da sie nicht erkranken. Ich habe ihn das erste Mal bei der feierlichen Einweihung der “Isabel 2 School ” gesehen. Und erlebt, wie ein ganzes Dorf feiert, dass die Ausbildung ihrer Kinder weitergehen kann. Eine großartige Idee, gemeinsam ein Projekt zu gestalten, Verantwortung zu teilen und den Weg gemeinsam zu gehen.


Viele Myanmar-Reisende berichten in einem Atemzug von dem tollen Land…und den unfassbaren Mengen Plastik-Müll, die sie überall gesehen haben. Das Recycling-Projekt in der Region Bagan ist ein Schritt in die richtige Richtung, gemeinsam für ein sauberes Land zu sorgen und Rohstoffe wieder verwertbar zu machen. Wir besichtigten den Rohbau, doch schon in drei Monaten soll dort säckeweise Plastikmüll gegen Geld entgegen genommen und zu Plastik-Pellets verarbeitet werden, die wieder als Rohstoff weiterverarbeitet werden können. Aus dem Erlös der Pellets werden die Plastikmüll-Sammler bezahlt. Eine super Möglichkeit, in dieser extrem trockenen Gegend für Beschäftigung zu sorgen, denn die Feldarbeit ist hart und nicht jeder kann in der Tourismusbranche eine Anstellung finden.

Zurück in Yangon besichtigten wir “noch schnell” den Fortschritt des zweiten Schiffes für die Swimming Doctors auf der Werft und das Schiff Polli, das schon im Einsatz ist. Es wird komplett mit Solarstrom versorgt und hat natürlich einen PAUL an Bord. Auch bei diesem Projekt sind viele Freunde der Stiftung dabei, die Menschen im Delta mit ärztlicher Versorgung zu unterstützen.

Mein Fazit: viele engagierte Menschen, die gemeinsam etwas bewegen, um Bildung und Gesundheit zu ermöglichen.
Mein Kompliment an alle, die dabei sind!!!